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ELEKTROMOBILITÄT: MEHR ALS 6 MILLIONEN € FÖRDERUNG FÜR FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Mit weiteren 6 Millionen € fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich Elektromobilität.

Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, übergab die Förderbescheide heute in Stuttgart während der Eröffnung der 6. Fachkonferenz „Elektromobilität vor Ort“– das bundesweit zentrale Forum für Vertreter von Kommunen, kommunalen Unternehmen und Verkehrsbetrieben sowie Betreibern von Flotten und Fuhrparks in Sachen sauberer Mobilität mit Batterie. Gefördert werden die Projekte im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität des BMVI. Deren Forschungs- und Entwicklungsanteil ist neben der Konzept- und Investitionsförderung ein wichtiges Element bei der Unterstützung des weiteren Markthochlaufs von batterieelektrischen Fahrzeugen und liefert über die Programmbegleitforschung wesentliche Impulse für die Weiterentwicklung des Förderprogramms.

Die geförderten Projekte adressieren den eÖPNV, den innerstädtischen Wirtschaftsverkehr und das Zusammenspiel von eFahrzeugflotten mit Lade-Infrastruktur. Diese sind im Einzelnen:

MuLi

„Multimodale Lademodul-Integration für verschiedene Fahrzeugklassen mit Fokus auf E-Bussen“, Fördersumme 1.321.892 €

  • Konsortium: Kölner Verkehrs-Betriebe Aktiengesellschaft, RheinEnergie AG, Ford-Werke GmbH
  • Gesamtsumme: rund 3,7 Mio. Euro (Forschungsanteil) + 1,4 Mio. Euro (Investitionsanteil)
  • Förderung: rund 1,3 Mio. Euro (Forschungsanteil) + 0,5 Mio. Euro (Investitionsanteil im Sofortprogramm „Saubere Luft“)
  • Förderquote: Mittlere Förderquote rund 35 %

Projektinhalte und -ziele
Ziel ist die Entwicklung und der Test eines Ladesystems mit integrierten Lademodulen für verschiedene Fahrzeugklassen, wobei dessen Kern-Systemarchitektur für die Nachladung von E-Bussen ausgelegt ist. Daher werden die Lademodule für die E-Busse unter realen Bedingungen im laufenden Betrieb getestet. Gleichzeitig soll das multimodal ausgelegte Ladesystem für den Anschluss an verschiedene Spannungsebenen (10 kV AC, Bahn-DC) geeignet sein, wobei ergänzend eine skalierbare Speicherlösung vorgesehen ist. Somit wird im Vorhaben erstmals ein System umgesetzt, bei dem Ladestationen für E-Busse für weitere Fahrzeugkategorien i. S. von Mobilitäts-Hubs genutzt und diese inklusive eines Energiespeichers an die Bahnstrominfrastruktur eines kommunalen Verkehrsunternehmens angeschlossen werden.

Flottenwende

Fördersumme 845.876 €

  • Konsortium: StreetScooter GmbH, AixACCT Mechatronics GmbH, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
  • Gesamtsumme: rund 1,8 Mio. Euro
  • Förderung: rund 0,85 Mio. Euro
  • Förderquote: Mittlere Förderquote rund 60 %

Projektinhalte und -ziele
In diesem Projekt sollen auf der Basis typischer Anforderungsprofile für leichte Nutzfahrzeuge und Ladekonzepte in kommunalen Flotten aus dem in der Praxis bewährten Grundmodell des StreetScooters Fahrzeugvarianten abgeleitet sowie bedarfsgerechte Ladeeinrichtungen entwickelt werden. Vorgesehen ist die Entwicklung von bis zu 5 Fahrzeugvarianten. Die Prototypen werden ausgewählten Kommunen für einen Praxistest kostenlos zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, mit dem „StreetScooter-Ansatz“ preiswerte und auf den Anwendungskontext optimierte E-Nutzfahrzeuge für verschiedene kommunale Einsatzzwecke zu entwickeln und zu erproben.

E-Metrobus Berlin

„Elektrifizierung von MetroBus-Linien mit Schnellladeinfrastruktur“, Förderumme 1.396.792 €

  • Konsortium: Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Technische Universität Berlin, Reiner Lemoine Institut gGmbH
  • Gesamtsumme: rund 1,7 Mio. Euro (Forschungsanteil) + 10,5 Mio. Euro (Investitionsanteil)
  • Förderung: rund 1,4 Mio. Euro (Forschungsanteil) + 4,2 Mio. Euro (Investitionsanteil im Sofortprogramm „Saubere Luft“)
  • Förderquote: Mittlere Förderquote rund 82 % (bzw. 46 %)

Projektinhalte und -ziele
Übergeordnetes Ziel des Projekts ist die Realisierung eines robusten, stabilen E-Bus-Betriebs unter den hohen Lastbedingungen des Metrobus-Verkehrs in Berlin. Hierzu sind bestimmte betrieblichen Arbeitsziele zu erfüllen, z.B. die Entwicklung und Validierung eines robusten Betriebskonzeptes und flexiblen Störfallmanagements für elektrifizierte Metrobus-Linien, die Analyse des Einflusses der Zwischenladung auf die Betriebsstabilität im hochfrequenten Metrobus-Verkehr, dieEvaluation von Korrekturmaßnahmen und die Erweiterung der Kompetenzen im Bereich Planung und Betrieb des Elektrobusverkehrs. Für den Bereich Forschung ergibt sich als technisch-wissenschaftliches Arbeitsziel die Erprobung und Optimierung der Schnellladeinfrastruktur im Leistungsbereich >300 kW und die Auslegung der Traktionsbatterie und Untersuchung der durch Betriebsstörungen erforderlichen betrieblichen Reserven. Als strategisches Ziele gilt die Senkung der Beschaffungskosten für E-Busse und Ladeinfrastruktur durch hohe Stückzahlen, die Positionierung Berlins als Vorreiter in der Transformation zum emissionsfreien und klimaneutralen Nahverkehr und die Erhöhung der Sichtbarkeit und Akzeptanz der E-Mobilität.

I-rEzEPT

„intelligente rückspeisefähige Elektrofahrzeuge zur Eigenstrommaximierung und Primärregelleistungsmarkt-Teilnahme“, Fördersumme: 2.391.517 €

  • Konsortium: Nissan Center Europe GmbH, Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., Bosch Software Innovations GmbH
  • Gesamtsumme: rund 3,8 Mio. Euro
  • Förderung: rund 2.4 Mio. Euro
  • Förderquote: Mittlere Förderquote rund 57 %

Projektinhalte und -ziele
Kernziel des Projekts ist die Reduzierung des Kostennachteils von elektrischen Fahrzeugen gegenüber konventionellen. Dazu werden neue Geschäftsmodelle erprobt, mit dem Ziel die Investitions- und Betriebskosten von Elektrofahrzeugen und Ladeinfrastruktur zu reduzieren. Dabei werden 20 rückspeisefähige E-Fahrzeuge und rückspeisefähige Ladestationen im Feld erprobt, um am Primärregelleistungsmarkt teilzunehmen zu können, den Autarkiegrad von Quartieren sowie energie-effizienten Einzelimmobilien zu maximieren und die Sektorkopplung zwischen Mobilität, Strom und Wärme in einem innovativen und besonders weitreichenden Modell zu realisieren.