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Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie hat bereits begonnen: Nordfriesland setzt auf grüne Wasserstoffwirtschaft

Bildquelle: GP Joule
  • Mit eFarm startet das bisher größte grüne Wasserstoff–Mobilitätsprojekt in Deutschland – gefördert mit 8 Mio. € im Förderprogramm NIP.
  • Im NIP hat die Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie bereits begonnen.
  • Mit der NIP- Fördermaßnahme HyLand wird die Entwicklung integrierter regionaler Wasserstoff-Konzepte weitergeführt und ausgebaut.

Berlin, 7. Juli 2020 – Mit der Einweihung der Wasserstoffproduktionsstätte in Bosbüll startet eFarm, das bisher größte grüne Wasserstoff–Mobilitätsprojekt in Deutschland. Die GP JOULE-Unternehmensgruppe realisiert in Nordfriesland eine Wasserstoff-Infrastruktur von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zur Flottennutzung im Verbund. Für fünf Wasserstoffproduktionsstandorte, zwei Wasserstoff-Tankstellen, zwei Brennstoffzellenbusse und fünf Brennstoffzellen-PKW hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eine Investitionsförderung im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) von insgesamt 8 Mio. Euro bewilligt. eFarm ist gemeinschaftliches, nachhaltiges Wirtschaften mit erneuerbaren Energien in einer Region und markiert als erstes integriertes Marktkonzept den nächsten wichtigen Schritt zu einer Wasserstoffwirtschaft. Damit zeigt sich, dass die Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie mit dem Förderprogramm NIP längst begonnen hat.

Das vielversprechende Konzept von eFarm hat bereits Nachfolgeprojekte gefunden, die diesen Ansatz weiter ausbauen: Das BMVI fördert im NIP mit „HyLand - Wasserstoffregionen in Deutschland“ die Erstellung, Verfeinerung und Umsetzung integrierter regionaler Wasserstoff-Konzepte. Dabei gibt es zwar unterschiedliche Voraussetzungen in den Regionen, aber die Initiativen zeigen, dass die Entwicklung einer grünen Wasserstoffwirtschaft überall möglich ist. Die Projekte in den Regionen sollen Vorbild für die weiteren Entwicklungen im Bundeskontext sein.

Die Förderung im NIP läuft bereits seit 2006. Bis 2016 wurden rund 700 Mio. Euro an Fördermitteln bewilligt, bis 2026 sollen weitere 1,4 Mrd. Euro folgen, um einen echten Markthochlauf der Wasserstofftechnologie zu realisieren. Das NIP bietet für viele der benannten Maßnahmen der kürzlich vorgestellten Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung eine gute Grundlage und komfortable Anknüpfungspunkte. Besonders im Verkehrsbereich wurde im Rahmen der Programmkoordinierung durch die NOW GmbH eine hervorragende Expertise aufgebaut. So wurde etwa mit dem NIP der Grundstein für die bestehende Wasserstoff-Tankinfrastruktur in Deutschland gelegt. Mit heute 84 Wasserstofftankstellen belegt Deutschland den zweiten Platz im internationalen Vergleich. Im Fokus sind auch die Stärkung der Zulieferindustrie oder die Unterstützung von aus Wasserstoff hergestellten Folgeprodukten (PtX). Die Wasserstoffstrategie bestätigt diese Schwerpunkte und bringt zusätzliche Dynamik in die weitere Umsetzung.