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Festsetzung von Ladezonen für den innenstädtischen Lieferverkehr in Dortmund

Quelle: UPS
  • Ansprechpartner
    Kurt Pommerenke
    Wirtschaftsförderung Dortmund
    Töllner Straße 9–11
    44122 Dortmund
    kurt.pommerenke@stadtdo.de

AUSGANGSLAGE

Das Zustellunternehmen UPS setzt in der Dortmunder Innenstadt ein elektrisches Lasten-Dreirad (CargoCruiser) für die sogenannte „letzte Meile“ zum Endkunden ein. Die Übergabe der Pakete von einem herkömmlichen Transporter auf das Fahrrad findet an rund 20 Ladezonen im Randbereich der Innenstadt statt. Diese wurden in enger Abstimmung mit dem Unternehmen von der Stadt eingerichtet.

ZIELE

Die gängige Praxis der Einrichtung von Ladezonen soll um das neue Thema „Umschlag auf elektrische Nutzfahrzeuge“ wie den CargoCruiser für die Innenstadtbelieferung erweitert werden.

ANKNÜPFUNGSPUNKTE FÜR ELEKTROMOBILITÄT

Am Beginn des Konzeptes stand die Ermittlung der nötigen Anzahl von Ladezonen sowie der günstigsten Standorte. Dies erfolgte in enger Zusammenarbeit mit lokalen Geschäftsinhabern, Unternehmen und UPS. Die verkehrsrechtliche Anordnung der Ladezonen erfolgt durch Zeichen 283 StVO (Halteverbot) mit dem Zusatz „Be- und Entladen frei“ sowie der Grenzmarkierung nach Zeichen 299 StVO durch die Straßenverkehrsbehörde. Die Aufstellung der Verkehrszeichen bzw. das Anbringen einer Markierung werden durch das Tiefbauamt vorgenommen. Durch den Einsatz des Lastenpedelecs entstehen dem Unternehmen in den schmalen Straßen der Innenstadt deutliche Zeitvorteile, da die Parkplatzsuche oder das Halten in zweiter Reihe entfallen. Zudem ist Fahrrädern mitunter das Befahren von Einbahnstraßen in Gegenrichtung gestattet. In den Einsatzbereichen des CargoCruisers reduziert UPS damit die Emissions- und Lärmbelastung und entspannt die Verkehrssituation. Die Belieferung auf der letzten Meile erfolgt durch ein elektrisches Lastenfahrrad (CargoCruiser). Dieses verfügt über eine Reichweite von etwa 35 km, ein Ladevolumen von 2,2 m3 und eine mögliche Zuladung von 300 kg. Mit 25 km/h Höchstgeschwindigkeit bringt es seine Ladung zum Kunden. Das Lastenpedelec kann auf dem Betriebsgelände des Energieversorgers DEW21 an einer der Ladesäulen neben der hauseigenen Elektroflotte parken und laden.

FÖRDERNDE UND HEMMENDE FAKTOREN

Die eingerichteten Ladezonen erforderten an vielen Stellen die Aufhebung von öffentlichen Stellplätzen. Da es sich hierbei jedoch um Bereiche handelt, die sehr nah an bestehenden Fußgängerzonen liegen, sind diese auch für den Kundenverkehr sehr attraktiv. Somit kommt es verstärkt zu Falschparkern.

MEHR ZUM THEMA

Einen Überblick über Maßnahmen zur Förderung des Einsatzes von elektrischen Lieferfahrzeugen bietet die Difu-Publikation „Elektromobilität im städtischen Wirtschaftsverkehr“.
Ein Leitfaden zum Thema Wirtschaftsverkehr der Senatsverwaltung und der IHK Berlin enthält weitere Empfehlungen für die Einrichtung von Ladezonen (Dornier Consulting 2004).