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Übersichtskarte: 129 Elektromobilitäts-Konzepte in Kommunen



Vielseitige Fördermöglichkeiten für Kommunen

Die Fördermöglichkeiten erstrecken sich über ein breites Feld: Von allgemeinen Konzepten zur Integration der Elektromobilität in die Kommune bis hin zu speziellen Themen wie dem Aufbau von Schnellladeinfrastruktur für E-Taxen. Naheliegend ist, dass am häufigsten Konzepte zum Thema Elektrifizierung des kommunalen oder gewerblichen Fuhrparks sowie die Analyse der Ladeinfrastruktur eingereicht wurden.

Neben der Elektrifizierung der Fuhrparks wird auch die Etablierung von e-Carsharing angestrebt. Teilweise geschieht dies in Kombination mit Pedelec-Sharing. Mit der Umstellung des ÖPNV auf Elektromobilität sowie Angebote an den ÖPNV – und damit der Schaffung intermodaler Wegeketten – beschäftigen sich vermehrt Konzepte.

Förderung von Querschnittsaufgaben

Viele Konzepte beschäftigen sich zusätzlich mit Querschnittsaufgaben. Allen voran sind hier ökonomische Analysen sowie eine Aktivierung der Beteiligten bzw. Öffentlichkeitsarbeit Bestandteil der Konzepte. Eine untergeordnete Rolle in den bewilligten Konzepten spielen aktuell die Berücksichtigung der Potenziale von erneuerbaren Energien sowie deren Einbindung.

Verzahnung mit bestehenden Konzepten der Kommune

Werden e-mobile Angebote geschaffen, sollte zwingend berücksichtigt werden, wie deren Verstetigung erreicht werden kann. Eine strategische Einbindung ist von hoher Relevanz bei der Umsetzung von Elektromobilitätskonzepten. Durch eine Verzahnung mit bereits vorhandenen Konzepten – bspw. in den Bereichen Klimaschutz, Verkehr, Stadtentwicklung – können die Umsetzungs- und Erfolgschancen deutlich erhöht werden.



Erfahrungen aus der Praxis der Zuwendungsempfänger

Durch die Auswertung der ersten abgeschlossenen Elektromobilitätskonzepte im Dezember 2018 bis Februar 2019 lassen sich die ersten Tendenzen ableiten: das Instrument der kommunalen Konzeptförderung greift und hilft Kommunen bei der Entwicklung von Elektromobilitäts-Strategien.

Die vollständige Auswertung können Sie hier als PDF-Broschüre herunterladen.

Kernfrage: Wie lässt sich Elektromobilität auf kommunaler Ebene mit den geförderten Konzepten verstetigen und welche Einflussfaktoren zur Verstetigung sind erkennbar?

Bei der Befragung von insgesamt 44 Zuwendungsempfängern zeigte sich, dass insbesondere die Schwerpunkte der Konzeptförderung passgenau und erfolgreich für Kommunen sind. Drei Handlungsfelder wurden anhand der eingereichten Konzepte identifiziert:

  • Elektrifizierung des eigenen Fuhrparks kommunaler Verwaltungen und kommunaler Unternehmen
  • Kommunale Unterstützung zur Elektrifizierung gewerblicher Fuhrparks
  • Aufbau von Ladeinfrastruktur

Positive Einflussfaktoren für die Verstetigung der Konzepte

Die Chancen bezüglich der Verstetigung der in den Konzepten beschriebenen Maßnahmen werden tendenziell hoch eingeschätzt. Dazu tragen unterschiedliche Faktoren bei.

  • Vorhandensein eines „Kümmerers“
  • die Planung in Szenarien
  • die Durchführung einer Bedarfsanalyse
  • Das Vorhandensein von Ladeinfrastruktur - bereits vor dem Elektromobilitätskonzept

Hemmnisse

Insgesamt wurden von den befragten Kommunen nur wenig Hemmnisse bezüglich der Konzepterstellung genannt. 61% sahen hier gar keine Hemmnisse. Sofern welche auftraten, lagen diese vor allem bei der:

  • Ausschreibung des Konzepts & Identifizierung eines passenden Konzepterstellers,
  • der Kommunikation innerhalb der Kommune bzw. zwischen Kommune und Konzeptersteller und
  • der nicht geklärten Verankerung des Projekts innerhalb der Verwaltung.

Unterstützungswünsche

Gewünscht wurde von den Antragstellern überwiegend:

Download der Broschüre „Elektromobilitätskonzepte – Ein Instrument zur Verstetigung von Elektromobilität in Kommunen und kommunalen Unternehmen“ (PDF)





Ausgewählte öffentliche Abschlussberichte

Konzept des Landratsamtes Ilm-Kreis „FleetFloating“

e-Car/Pedelec-Sharing, kommunalen/gewerblichen Fuhrpark elektrifizieren, Anbindung von Gebieten, Netzwerkmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, ökonomische Analyse

Das Konzept des Ilm-Kreis erörtert den wirtschaftlichen Einsatz von kommunalen Elektrofahrzeugen im ländlichen Raum. Schlüssel hierfür ist eine gesteigerte Auslastung der Elektrofahrzeuge durch kombinierten kommunalen, gewerblichen und privaten Einsatz, welcher auf unterschiedlichen Nutzungszeiten basiert.

– Konzept des Landratsamtes Ilm-Kreis



Konzept der Landeshauptstadt Dresden "Dresden lädt auf ‐ Dresdner Fuhrparkmanagement“

kommunalen Fuhrpark elektrifizieren

Das Konzept der Landeshauptstadt Dresden widmet sich dem ganzheitlichen Fuhrpark-Management und empfiehlt zentrale Strukturen und Datenlagen. Die Berücksichtigung verschiedener Verkehrsmittel sowie entsprechender Nutzungsmöglichkeiten (z.B. Pooling) kann die Zahl der notwendigen Fahrzeuge reduzieren. Somit frei werdende Mittel können zur Elektrifizierung des Fuhrparks genutzt werden.

– Konzept der Landeshauptstadt Dresden



Konzept der Freie und Hansestadt Hamburg „Behörden elektrisch unterwegs“

kommunalen/gewerblichen Fuhrpark elektrifizieren

Das Konzept der Freien und Hansestadt Hamburg zielt auf die fortführende Elektrifizierung des kommunalen und gewerblichen Fuhrparks ab. Nach einer ersten Elektrifizierung der Fuhrparke, müssen weitere Potentiale für die Entwicklungs des Marktes identifiziert werden. Dabei wird das Wissen aus z.B. bereits gelaufenen Forschungsprojekten gebündelt und ausgewertet.

– Konzept der Freie und Hansestadt Hamburg



Konzept der Landeshauptstadt Hannover „Hannover stromert“

Ladeinfrastruktur, kommunalen/gewerblichen Fuhrpark elektrifizieren, kommunale Initiative zur Elektrifizierung des gewerblichen Fuhrparks, Netzwerkmanagement, Vorbildfunktion, Öffentlichkeitsarbeit, erneuerbare Energien, ökonomische Analyse

Die Landeshauptstadt Hannover hat ein nachhaltiges Umsetzungskonzept zur Implementierung integrierter Elektromobilität vorgelegt, dessen Grundlage die Kopplung des Verkehrs- und Energiesektors bildet. Das Umsetzungskonzept unterteilt sich in die Handlungsfelder "Fahren und Laden", "Stadtverwaltung als Vorbild" sowie "Bewusstsein schaffen". Es umfasst sowohl Maßnahmen, die bereits umgesetzt werden, geplant sind als auch noch geprüft werden.

– Konzept der Landeshauptstadt Hannover



Konzept des Klimapakts Flensburg e. V. „Fuhrparkoptimierung durch Elektromobilität für einige Mitgliedsorganisationen des Klimapakts Flensburg“

Ladeinfrastruktur, gewerblichen Fuhrpark elektrifizieren, Netzwerkmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, ökonomische Analyse

Der Klimapakt Flensburg e. V. untersucht in seinem Konzept den verstärkten Einsatz von Elektromobilität in betrieblichen Fuhrparken. Die Auswertung reeller Fahrdaten zielt hierbei darauf ab, Potenziale der Elektromobilität im gewerblichen Kontext aufzuzeigen, so dass diese unmittelbaren Nutzen im Zuge entsprechender Elektrifizierung bieten.

– Konzept des Klimapakts Flensburg e. V.